{"id":7459,"date":"2020-07-28T09:59:11","date_gmt":"2020-07-28T09:59:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.camp-spik.com\/cl\/odgovorna-igra\/"},"modified":"2020-07-28T10:01:25","modified_gmt":"2020-07-28T10:01:25","slug":"verantwortliches-spielen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/casino-larix.com\/de\/verantwortliches-spielen\/","title":{"rendered":"Verantwortliches Spielen"},"content":{"rendered":"<p>Leitlinien f\u00fcr die Erkennung der Spielsucht<\/p>\n<p><strong>1.\u00a0 Was ist die Spielsucht und wie erkennt man sie?<\/strong><\/p>\n<p>Die Sucht ist eine der modernen Krankheiten, die sich in den letzten Jahren immer mehr ausbreitet, auch in Slowenien. In den letzten zehn Jahren ist die Spielsucht erschienen, die nach den Aussagen der ehemaligen Spieler und Psychiater, eine der t\u00fcckischsten und versteckten Formen der Sucht ist.<\/p>\n<p>Die Spielsucht ist nicht mit dem Konsum von psychoaktiven Substanzen verbunden, sondern die Gef\u00fchle, nach denen sich die Spieler sehnen, k\u00f6nnen mit dem euphorischen Zustand verglichen werden, die die Drogenkonsumenten erleben.<\/p>\n<p>Die Spielsucht ist eine Art Sucht, bei der man den berauschenden Zustand des Bewusstseins mit dem Missbrauch der Spannung erreicht, den man erlebt, wenn man den gro\u00dfen Gewinn erwartet. Das Bed\u00fcrfnis nach dem Spielen, nach dem Sieg und nach der Kontrolle des menschlichen Schicksals ist unentbehrlich. Bei dem Spielen geht es um eine klassische Sucht, wo die Phantasie und die intensive, emotionale Stimulation eng verbunden sind. Es geht nicht darum, wie viel jemand spielt und welche Spiele er spielt, sondern es ist wichtig, dass sich der S\u00fcchtige bewusst ist, dass er mit dem Missbrauch von Gl\u00fccksspielen sich selbst und seiner Familie schadet, dass er seine Gesundheit und seinen Ruf riskiert und dass er nicht aufh\u00f6ren kann. Auch wenn er st\u00e4ndig versucht aufzuh\u00f6ren um Geld zu spielen, ger\u00e4t er immer wieder auf die schiefe Bahn. Am n\u00e4chsten Tag warten die Konsequenzen und der schon bekannte Teufelskreis auf ihn, mit Schuldgef\u00fchlen, Scham und Selbstverachtung. Unter dem Einfluss dieser unangenehmen Gef\u00fchlen wird er eine Weile versuchen fern vom Spiel zu bleiben und sein Verhalten zu kontrollieren, aber es wird sich fr\u00fcher oder sp\u00e4ter alles wieder wiederholen.<\/p>\n<p>Das Denksystem im Gehirn erinnert sich sehr gut an Gef\u00fchle, die man als angenehm und wohltuend empfindet. Das Gehirn merkt sich angenehme Ereignisse so, dass es diese Gef\u00fchle in seinen emotionalen Zonen mit chemischen Prozessen in die so genannten Dopamin-Zentren verbindet. Diese sind f\u00fcr die Leidenschaft bzw. unaufhaltsame Sucht\u00a0 verantwortlich. Wenn die Denkkontrolle ausgeschaltet oder verengt ist, wiederholt sich das menschlichte leidenschaftliche Verhalten unendlich. Diese angenehmen Gef\u00fchle k\u00f6nnen durch chemische Substanzen (Alkohol, Drogen) oder Ereignisse (das Klirren von Spielm\u00fcnzen im Casino) ausgel\u00f6st werden. Wenn sich diese Dopamin-Zentren z.B. mit den Zentren des Appetits verbinden, tritt ein B\u00e4renhunger auf. \u00c4hnliche Verbindungen k\u00f6nnen bei Gl\u00fccksspielen vorkommen. Wenn der Spieler das Spiel als eine M\u00f6glichkeit f\u00fcr einen gro\u00dfen Gewinn erlebt, besteht die Wahrscheinlichkeit, dass es im Gehirn zu Dopamin-Verbindungen kommen kann. Dann ist das Spielen nicht mehr als Vergn\u00fcgen zu verstehen, sondern es wird zu einem Wiederholen von bestimmten Gewohnheiten und Bewusstseinsmotiven. Deswegen ist das Spielen eine Krankheit. Nur einige Psychotherapeuten sind sich bewusst, dass diese Krankheit schwer zu vermeiden ist, dass die Therapie langdauernd und anstrengend ist und dass man auch die Lebensumwelt des Spielers behandeln muss, um schlimme Folgen zu vermeiden: Zerw\u00fcrfnis der Familie, gro\u00dfe finanzielle Verluste, Schulden, innere Unruhe, die Erh\u00f6hung der Selbstmordrate.<\/p>\n<p>Die Spieler, die sich in das Spielen und die mit dem Spielen verbundene Stimmung verlieben, k\u00f6nnen am Anfang vielleicht erfolgreich sein. Sie tr\u00e4umen gerne \u00fcber zuk\u00fcnftige Erfolge und so wird das Spielen ihr Weg zum Verdienst und zur Macht. Die Spieler, die glauben, besser als die durchschnittlichen Spieler zu sein, sind bereits auf dem Weg in Schwierigkeiten zu geraten, weil sie glauben, dass sie im Gegensatz zu den weniger schlauen Leuten genau wissen, wie man das System schl\u00e4gt. Je mehr sie spielen, umso gr\u00f6\u00dfer wird ihr Selbstwertgef\u00fchl, da sie sich selbst als Gl\u00fcckspilze oder als sehr klug bezeichnen. Dies kann zu zwei Folgen f\u00fchren, wenn sie sich mit dem unvermeidlichen Verlust konfrontieren. Zuerst erleben sie momentanes Pech, aber was noch wichtiger ist, ihr Ego f\u00e4llt.<\/p>\n<p>Um ihr Selbstvertrauen zu retten geben sie die Schuld f\u00fcr ihre Misserfolge an andere Menschen. Danach \u00fcberzeugen sie sich, dass sie einen Fehler gemacht haben und dass sie ihn nicht mehr wiederholen werden. Die Abtragung der Verluste scheint vielen Spielern als der n\u00e4chste Schritt. Wenn sich der S\u00fcchtige entscheidet das Spielen zu unterbrechen, wird er Geld und Selbstvertrauen verlieren. Wenn der Spieler das verlorene Geld zur\u00fcckgewinnt, denkt er, dass er wieder auf dem gr\u00fcnen Zweig ist. Da dies nicht immer der Fall ist, f\u00fchrt ihn das Spielen oft dazu sich das Geld auszuleihen, im Glauben, dass er das verlorene Geld zur\u00fcckgewinnen kann. Die Fortsetzung des Spielens f\u00fchrt meist nur noch zu gr\u00f6\u00dferen Verlusten und der Spieler muss sich immer mehr und mehr Geld ausleihen. Ironischerweise hat der Spieler, der hohe Spielschulden hat, das Bed\u00fcrfnis immer mehr zu spielen, da er im Spielen den einzigen Weg aus den Schulden sieht.<\/p>\n<p>Dieses Kreisen f\u00fchrt oft dazu, dass die Familienersparnisse verschwinden, da die Spieler vielmals Wertpapiere verkaufen, Bankkonten leeren, Immobilien verpf\u00e4nden und sich Geld ausleihen, ohne es dem Partner zu sagen. Die Spieler wollen so den Respekt der Eltern, des Partners und anderer Familienmitglieder erhalten. Weil ihre Einnahmen nicht ausreichen, werden sie verzweifelt weiter spielen, da er sie denken, dass diese die einzige L\u00f6sung ihres Problems sein kann.<\/p>\n<p>Menschen, die s\u00fcchtig nach Gl\u00fccksspielen sind, sind meist intelligente, energische, wettbewerbsf\u00e4hige und abenteuerlustige Personen. Kurz gesagt, sie haben alle Eigenschaften eines idealen Arbeiters. Eindeutige k\u00f6rperliche Zeichen sieht man nicht. Auch die Spieler sind wie die Alkoholiker und die Drogenabh\u00e4ngigen, die ihr Problem nicht anerkennen, bis sie den Grund erreichen und um Hilfe bitten. Sie lernen schnell, wie sie die Verantwortungen, die Entt\u00e4uschungen und die Situationen, die typisch f\u00fcr Erwachsene sind, vermeiden k\u00f6nnen. Die Meisten von ihnen sagen, dass sie kein langweiliges Leben leben k\u00f6nnen, sondern dass ihr Leben st\u00e4ndig aufregend sein muss. In ihren Familien wurde sehr viel Wert auf Geld gegeben. \u00dcber Geld zu sprechen war ein Thema, das auf der Tagesordnung stand. W\u00f6rter, die man verwendet um einen Spieler zu beschreiben, sind: narzisstisch, z\u00f6gerlich, Untertan und leidenschaftlich. Einige meinen, dass ihnen alle guten Dinge der Welt geh\u00f6ren, w\u00e4hrend andere glauben, dass sie vollkommen unw\u00fcrdig sind. Auch die folgenden Eigenschaften sind typisch f\u00fcr Spieler &#8211; Unreife, emotionale Unsicherheit und die Unf\u00e4higkeit die Realit\u00e4t zu empfangen. Wenn sie kein Geld f\u00fcr das Spielen haben, fallen sie in eine Krise, die sich in mehreren Formen zeigt: Nervosit\u00e4t, Aggression, Frustration, das Verfallen menschlicher Beziehungen und L\u00fcgen. Bei pathologischen Spielern dominiert ein typisches Familienmuster, wo der Vater nur eine blasse Figur ist, die Mutter ist eine M\u00e4rtyrerin, die alles kontrolliert und dem Kind Vorschub gibt. Die Eltern sind bei der Kindererziehung sehr unsicher, manchmal ziemlich hart, ein anderes Mal sind sie ziemlich blass, nebenbei sind sie meistens auch vom Alkohol oder anderen psychoaktiven Substanzen abh\u00e4ngig.<\/p>\n<p>Laut Dr. Rozman (1998) brauchen Spieler emotionale Erregungen, die auf folgende Weise verursacht werden:<\/p>\n<ul>\n<li>Erwartung des Spiels, die Vorbereitung und spezielle Kleidung, um die besondere Welt zu betreten;<\/li>\n<li>intensives Denken und Vorbereitung verschiedener Theorien und Systeme, die den gro\u00dfen Gewinn erm\u00f6glichen;<\/li>\n<li>der besondere Zustand des Bewusstseins, in dem sich der Spieler w\u00e4hrend des Spiels befindet, w\u00e4hrend er auf den Gewinn wartet;<\/li>\n<li>so wie emotionale Erregung braucht er auch einen \u201cmoralischen Kater\u201d, intensive Schuldgef\u00fchle und Selbstvorw\u00fcrfe, also die Gef\u00fchle, die er sich aus der Kindheit bringt;<\/li>\n<li>ein Teil des gesamten Spiels ist auch die Planung einer \u201cL\u00f6sung\u201d, die der Spieler wie einen genialen Plan sieht \u2013 er wird mit \u00fcbermenschlicher Anstrengung auf der Arbeit, mit Kreditaufnahmen und verschienenen finanziellen Transaktionen in der Zukunft einmal allen zeigen, dass er keine Kanaille ist, sondern ein Man von Ehren, der nur momentan finanzielle Probleme hat.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Spieler f\u00fchlen sich sehr unsicher. Sie glauben fest daran, dass sie ihr Leben erf\u00fcllen k\u00f6nnen, nur wenn sie gro\u00dfe Summen besitzen, die sie aber mit ihrer Arbeit nicht verdienen k\u00f6nnen. Es scheint, dass sie erst dann allen beweisen k\u00f6nnen, dass sie gut, ehrenhaft und gro\u00dfz\u00fcgig sind.<\/p>\n<p><strong>2. Phasen der Spielabh\u00e4ngigkeit<\/strong><\/p>\n<p>Es gibt drei Phasen der Spielsucht:<\/p>\n<ul>\n<li>\u2022\u00a0 Gewinn-Phase<\/li>\n<li>\u2022\u00a0 Phase des Verlierens<\/li>\n<li>\u2022\u00a0 Phase der Verzweiflung<\/li>\n<\/ul>\n<p>In der Gewinn-Phase reihen sich viele und gro\u00dfe Gewinne, die dem Spieler das Gef\u00fchl geben, dass er nicht verlieren kann. Es erscheint eine gro\u00dfe Begeisterung f\u00fcr das Spielen und schrittweise erh\u00f6ht der Spieler die eingesetzten Betr\u00e4ge.<\/p>\n<p>In der Phase des Verlierens verschuldet sich der S\u00fcchtige immer mehr, er l\u00fcgt und versteckt sein Tun vor seiner Familie und seinen Freunden. Es ver\u00e4ndert sich auch seine Stimmung, er wird sehr irritierbar. Weil sich die Schulden erh\u00f6hen, steigt auch sein Bed\u00fcrfnis nach dem Gewinnen und deswegen verbringt er immer mehr Zeit in den Casinos.<\/p>\n<p>In der Phase der Verzweiflung verbringt der S\u00fcchtige die meiste Zeit im Casino. Der Spieler entfremdet sich von der Familie, die Belastung des Verlusts \u00fcbertr\u00e4gt er auf die anderen, die Schuld f\u00fcr ihr Ungl\u00fcck gibt er an die Mitarbeiter des Casinos und an die Personen, die ihm nahe stehen. Er verf\u00e4ngt sich in illegale Gesch\u00e4fte, erlebt schwierige Zeiten, die vom Wunsch nach Selbstmord begleitet werden. Die Studien zeigen, dass mehr als 20% der Spieler ernsthaft versuchen Selbstmord zu begehen.<\/p>\n<p>In Hinblick auf die Phase, in der sich der Spieler befindet, \u00e4ndert sich seine Stimmung, die von unermesslicher Begeisterung bis zur schweren Depression schwenkt. Er kann sich in der Phase des Gewinnens befinden oder in einer Phase, in der er versucht, seine Verluste mit finanziellen Spekulationen und mit Geldausleihen wieder gut zu machen, oder er kann gerade aus einem Trance aufwachen und herausfinden, dass er sich schon wieder tiefer verschuldet hat. Wenn er versucht das Spielen aufzugeben, erlebt er ein Abstinenzsyndrom. Die Symptome der Abstinenzkrise sind: Schwindelgef\u00fchl, k\u00f6rperliche Schmerzen, Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit und schwere Unruhe.<\/p>\n<p><strong>3.\u00a0 Indikatoren und Symptome<\/strong><\/p>\n<p>Indikatoren, die auf die Spielsucht zeigen:<\/p>\n<ul>\n<li>\u2022\u00a0\u00a0 \u00a0Die Zeit f\u00fcr Arbeit und Familie verbringt man spielend.<\/li>\n<li>\u2022\u00a0\u00a0 \u00a0Man versteckt das Spielen vor anderen.<\/li>\n<li>\u2022\u00a0\u00a0 \u00a0Nach dem Spielen bedauert man es und man verspricht sich selber aufzuh\u00f6ren. Man k\u00f6nnte es schaffen aufzuh\u00f6ren, aber dann f\u00e4ngt man wieder an.<\/li>\n<li>\u2022\u00a0\u00a0 \u00a0Das Spielen wird nicht im Voraus geplant, aber man ist pl\u00f6tzlich mittenderin und man macht weiter bis man auch den letzten Cent verspielt hat.<\/li>\n<li>\u2022\u00a0\u00a0 \u00a0F\u00fcr das Spielen benutzt man das Geld, dass f\u00fcr Rechnungen oder die L\u00f6sung finanzieller Probleme bestimmt war. Man l\u00fcgt, leiht sich Geld aus oder verkauft Dinge um Geld f\u00fcr das Spielen zu bekommen.<\/li>\n<li>\u2022\u00a0\u00a0 \u00a0Wenn man verliert, spielt man weiter, um das Geld wiederzuverdienen. Wenn man gewinnt, spielt man weiter, um noch mehr zu verdienen. Man tr\u00e4umt vom \u201cgro\u00dfen Gewinn\u201d und dar\u00fcber, was man sich mit dem Geld leisten k\u00f6nnte.<\/li>\n<li>\u2022\u00a0\u00a0 \u00a0Man spielt, wenn auch immer man sich schlecht f\u00fchlt, und auch wenn man in sehr guter Stimmung ist.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>4.\u00a0 Risikofaktoren<\/strong><\/p>\n<p>Es gibt mehrere Risikofaktoren, die zur Spielsucht f\u00fchren k\u00f6nnen:<\/p>\n<ul>\n<li>\u2022\u00a0\u00a0 \u00a0Andere Verhaltensprobleme. Menschen, die Probleme mit anderen Substanzen haben oder gro\u00dfe Schwankungen im Befinden haben, entwickeln oft auch die Spielsucht.<\/li>\n<li>\u2022\u00a0\u00a0 \u00a0Alter. Wenn man sehr jung mit dem Spielen beginnt, gibt es mehr M\u00f6glichkeiten die Spielsucht zu entwickeln.<\/li>\n<li>\u2022\u00a0\u00a0 \u00a0Geschlecht. M\u00e4nner sind h\u00e4ufiger s\u00fcchtig als Frauen.<\/li>\n<li>\u2022\u00a0\u00a0 \u00a0Wohnort. Menschen, die in der N\u00e4he eines Casinos leben, haben gr\u00f6\u00dfere Chancen die Spielsucht zu entwickeln als die, die weiter weg wohnen.<\/li>\n<li>\u2022\u00a0\u00a0 \u00a0Einfluss der Familie. Wenn die Eltern Probleme mit der Spielsucht hatten, besteht eine h\u00f6here M\u00f6glichkeit sie auch selber zu entwickeln.<\/li>\n<li>\u2022\u00a0\u00a0 \u00a0Medikamente zur Behandlung der Parkinson-Krankheit. Studien haben gezeigt, dass bestimmte Medikamente zur Behandlung der Parkinson-Krankheit den Wunsch nach dem Spielen erwecken. Diese Medikamente erh\u00f6hen auch die M\u00f6glichkeit der hypersexualen Sucht und der Esssucht. Wenn man diese Medikamente einnimmt und wenn man beginnt, sich anders zu benehmen, muss man sofort einen Artzt aufsuchen.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>5.\u00a0\u00a0 \u00a0 Behandlung<\/strong><\/p>\n<p>Die Behandlung der Spielsucht hat \u00c4hnlichkeiten mit der Behandlung anderer Suchtkrankheiten. Ein Arzt oder Psychiater kann die folgenden Methoden anwenden:<\/p>\n<p>\u2022 Psychotherapie. Eine Form der Psychotherapie basiert auf der Erkennung der ungesunden, sinnlosen und negativen \u00dcberzeugungen, die dann mit gesunden und positiven ersetzt werden. Es hilft auch die Gruppentherapie, wo man sich auf die Beratung und Unterst\u00fctzung von Personen mit \u00e4hnlichen Problemen verlassen kann.<br \/>\n\u2022 Medikamente. Einige Antidepressiva (SSRI) k\u00f6nnen die Spielsucht wirksam heilen.<\/p>\n<p>In einigen Institutionen werden Selbsthilfegruppen f\u00fcr anonyme Spieler entwickelt, die nach dem Vorbild etlicher Gruppen in der ganzen Welt funktionieren. Diese Gruppen werden von mehr als zwei Millionen Menschen besucht. Sie beweisen, dass die Spielsucht f\u00fcr viele Personen eine Krankheit ist, die unkontrollierbares Spielen genannt wird. Das Spielen ist eine fortschreitende Krankheit, die nicht geheilt werden kann, aber man kann sie beherrschen. Diese Gruppe gibt Hoffnung und Zuversicht, dass man diese Krankheit heilen kann. Die Mitglieder, die es geschafft haben die Sucht zu \u00fcberwinden, sind bereit allen zu helfen, die ihre Hilfe annehmen m\u00f6chten. Die Gruppe verf\u00fcgt \u00fcber zwei Programme in zw\u00f6lf Schritten: das Erholungsprogramm und das Programm der Eintr\u00e4chtigkeit. Die Spiels\u00fcchtigen Leiden in der Regel auch unter anderen Krankheiten, wie die Abh\u00e4ngigkeit vom Alkohol, Drogen oder Bulimie. Es gibt Beweise daf\u00fcr, dass der S\u00fcchtige mit mehreren Problemen schwieriger zu heilen ist als derjenige, der nur unter einer von ihnen leidet. \u00c4rzte in einigen medizinischen Zentren haben die Erscheinung des Ph\u00e4nomens des \u201cSuchthandels\u201d bemerkt \u2013 geheilte Alkoholiker haben nach mehreren Jahren Abstinenz die Spiels\u00fcchtigkeit entwickelt. Auch Frauen, die spiels\u00fcchtig waren, haben nach einem Jahr die Spiels\u00fcchtigkeit durch pathologisches Shopping ersetzt.<\/p>\n<p>Die gr\u00f6\u00dfte weltweite Organisation f\u00fcr die Behandlung der Spielsucht ist die Gruppe \u201cGambler Anonymus\u201d die nach dem Prinzip der Anonymen Alkoholiker funktionieren. Die rekonvaleszenten S\u00fcchtigen, die sehr gut wissen, wie oft sie sich selbst und andere geblendet haben und die Realit\u00e4t verneint haben, haben einen Fragebogen vorbereitet, der den Anf\u00e4ngern die Augen \u00fcber ihre S\u00fcchtigkeit \u00f6ffnet. So k\u00f6nnen sie erkennen, ob sie s\u00fcchtig sind, und sich auf den Weg der Heilung begeben, wenn sie es wirklich wollen.<\/p>\n<p><strong>Zwanzig Fragen, um herauszufinden ob man spielabh\u00e4ngig ist:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>1. Haben Sie schon mal die Arbeit wegen des Spielens verfehlt?<\/li>\n<li>2. Hat das Spielen Ihr Familienleben ungl\u00fccklich gemacht?<\/li>\n<li>3. Hat das Spielen Ihrem Ruf geschadet?<\/li>\n<li>4. Haben Sie jemals wegen des Spielens das Gef\u00fchl des Bedauerns erlebt?<\/li>\n<li>5. Haben Sie jemals gespielt, um Schulden zu zahlen oder finanzielle Probleme zu l\u00f6sen?<\/li>\n<li>6. Haben Sie wegen des Spielens Ihre Ambitionen oder Effizienz gesenkt?<\/li>\n<li>7. F\u00fchlen Sie nach einem Verlust das Bed\u00fcrfnis so bald wie m\u00f6glich zur\u00fcckzukehren und das Geld zur\u00fcckzugewinnen?<\/li>\n<li>8. F\u00fchlen Sie nach dem Sieg ein starkes Bed\u00fcrfnis zur\u00fcckzukehren und noch mehr zu gewinnen?<\/li>\n<li>9. Sie spielen oft bis auf den letzten Cent?<\/li>\n<li>10. Haben Sie sich schon mal Geld ausgeliehen, um spielen zu k\u00f6nnen?<\/li>\n<li>11. Haben Sie schon mal etwas verkauft, um Geld f\u00fcrs Spielen zu erhalten?<\/li>\n<li>12. Haben Sie schon mal gez\u00f6gert das gewonnene Geld f\u00fcr allt\u00e4gliche Kosten zu verbrauchen?<\/li>\n<li>13. Sind Sie wegen des Spielens unaufmerksam sich selbst oder Ihrer Familie gegen\u00fcber?<\/li>\n<li>14. Haben Sie jemals l\u00e4nger gespielt als Sie geplant haben?<\/li>\n<li>15. Haben Sie schon mal gespielt, um Problemen und Sorgen zu entfliehen?<\/li>\n<li>16. Haben Sie jemals daran gedacht, etwas Illegales zu tun, um das Geld f\u00fcr das Spielen zu bekommen? Haben Sie es getan?<\/li>\n<li>17. Schlafen Sie wegen des Spielens schlecht?<\/li>\n<li>18. Gehen Sie wegen Streitigkeiten, Entt\u00e4uschungen oder Frustrationen spielen?<\/li>\n<li>19. Haben Sie das Gef\u00fchl, dass Sie jedes freudige Ereignis mit ein paar Stunden im Casino feiern m\u00fcssen?<\/li>\n<li>20. Haben Sie jemals gedacht sich das Leben wegen\u00a0 des Spielens elen zu nehmen?<\/li>\n<\/ul>\n<p>Wer mindestens 7 Fragen mit\u00a0 \u201cJA\u201d beantwortet hat, ist ohne Zweifel spiels\u00fcchtig.<\/p>\n<p>Es k\u00f6nnte schmerzhaft sein diesen Fragebogen zu beantworten, aber der Schmerz stellt einen Weg zur L\u00f6sung und nicht einen Teil des Problems dar. Die Sucht kann nicht geheilt werden, wenn Sie sie nicht zugeben!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>KONTAKTE f\u00fcr Hilfe im Fall der Spielabh\u00e4ngigkeit<\/strong><\/p>\n<p>\u00d6sterreich<br \/>\nSpielsuchtberatung des Magistrats der Stadt Klagenfurt a. W.<br \/>\nGeorg-Lora-Stra\u00dfe 26<br \/>\n9020 Klagenfurt<br \/>\nTel.: +43\/463\/537 57 82<br \/>\nE-Mail:\u00a0<a href=\"mailto:spielsuchtberatung@klagenfurt.at\">spielsuchtberatung@klagenfurt.at<\/a><\/p>\n<p>Spielsuchtambulanz de La Tour<br \/>\nNikolaigasse 39<br \/>\n9500 Villach<br \/>\nTel.: +43\/4242\/24368<br \/>\nE-Mail:\u00a0<a href=\"mailto:spielsuchtambulanz.villach@diakonie-kaernten.at\">spielsuchtambulanz.villach@diakonie-kaernten.at<\/a><\/p>\n<p>Vorschaubild Beratungsstelle K\u00e4rnten<br \/>\nSonderkrankenhaus de La Tour<br \/>\nDe-La-Tour-Stra\u00dfe 28<br \/>\n9521 Treffen<br \/>\nTel.: +43\/4248\/2557-0<br \/>\nE-Mail:\u00a0<a href=\"mailto:krankenhaus-delatour@diakonie-kaernten.at\">krankenhaus-delatour@diakonie-kaernten.at<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Leitlinien f\u00fcr die Erkennung der Spielsucht 1.\u00a0 Was ist die Spielsucht und wie erkennt man sie? 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